#153   15.07.2025

Tempo durch serielle Modernisierung

Die innovative Methode hat viele Vorteile: Weil die Fassadenelemente in den Fabriken industriell vorgefertigt werden, gehen die Arbeiten vor Ort schneller von der Hand. Das bedeutet weniger Krach und Schmutz für die Mieterinnen und Mieter. Sie müssen auch nicht umziehen, da nur wenige Arbeiten in den Wohnungen nötig sind. Das führt zu einer spürbaren Entlastung der Bewohnerinnen und Bewohner.

Serielle Modernisierung ist ein innovatives Sanierungskonzept, das auf digitalisierten und standardisierten Prozessen beruht. Dabei werden großformatige Fassaden- und Technikelemente in der Fabrik vorgefertigt, die schon genau auf die zu modernisierenden Häuser und Wohnungen zugeschnitten sind. Dazu gehört ein sehr genauer Gebäudescan.

Alter Kirchhainer Weg
Für die Ausführungsplanung, den Gebäudescan und die Bauabwicklung der in den 1950er Jahren errichteten Wohnhäuser im Alten Kirchhainer Weg 54, 56 und 58 ist die Firma B&O aus Bad Aibling zuständig. Die Baukosten werden auf 3,1 Millionen Euro geschätzt. Hier entstehen höhere Kosten durch die Errichtung einer Trafostation für den Betrieb der Luft-Wasser-Wärmepumpe, neue Balkone und größere Flächen. Davon betroffen sind 18 Wohnungen, die mit vorgefertigten Fassadenelementen saniert werden. Darin sind die dreifach verglasten Kunststofffenster mit innerer Stahlrohrverstärkung bereits integriert.

Bestandteil des Projekts ist eine Dämmung der Kellerdecke, der Kellerinnenwände sowie des Dachbodens. Die Gas-Etagenheizungen werden durch eine zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Pufferspeichern ausgetauscht. Dazu gehören neue Heizungsverteilungsleitungen und eine dezentrale Trinkwassererwärmung. Zudem werden die Dächer neu gedeckt, die Dachrinnen sowie die Fallrohre getauscht, die alten Kamine abgerissen und die Elektroinstallation im Keller erneuert.

Darüber hinaus wird der Wohnwert durch Falzlüfter in den neuen Fensterelementen, Lüftungsgeräte im Bad, einen neu gestalteten Eingang mit neuem Vordach, Briefkästen, Klingel- und Gegensprechanlage erhöht. In Zukunft gibt es elektrisch betriebene Rolläden, die sowohl der Verdunkelung als auch als sommerlicher Hitzeschutz dienen.

Der Abschluss der im Dezember gestarteten Maßnahme ist für den Spätsommer geplant. Im Anschluss soll die Miete um einen Euro auf 7,33 Euro pro Quadratmeter steigen.

Unterer Richtsberg
Ähnlich wird die Modernisierung im Schenkendorfweg 2, 4 und 6 und im Alten Ebsdorfer Weg 18 und 20 am unteren Richtsberg ausfallen. Die serielle Sanierung an diesem Standort übernimmt die Firma Renowate aus Düsseldorf.